Providurium

Choreografie

Mandy Unger

Regie

Lucian Patermann

Premiere 2012

stellwerk Weimar

Das Providurium – die verstetigte Baustelle – ist ein Zustand der uns in vielfältiger Form umgibt, so wie das Wort Baustelle zur Metapher für alles das dienen kann: was uns in Bewegung hält. Alles das an dem wir arbeiten und das wir, in seiner Herausforderung, zu lösen noch nicht imstande sind. Diesen Bewegungen haben sieben Akteure aus Erfurt, Weimar und Jena ihre Aufmerksamkeit gewidmet und haben sie zunächst als stille Beobachter begleitet und protokolliert. Aus den scheinbar banalen Choreografien des Alltags ist ein Stück entstanden das zwischen Bewegungs- und Tanztheater korrespondiert. Ob durch haptische Materialien, Sprache, Klang oder den Körper, es wurden Orte erkundet, analysiert und interpretiert. Das Fertige stand auf dem Prüfstand. Die Baustelle, ob im konkreten oder im übertragenden Sinne, wurde zur Denkfigur einer Gegenwart, wie sie auf den Straßen und in den öffentlichen Räumen Mittelthüringens zu finden ist.


Begleitet werden die Performer von einem drei-köpfigen Team aus Sprach- und Soundarrangeuren. Den Raum um sie bildet eine Bühneninstallation welche aus den Bewegungen selbst eine Klanglandschaft entwickelt und uns so durch verschiedene (Klang-) Räume führt.